Mittwoch, 29. Oktober 2014

Ein Tag am Bodensee

Meine Eltern sind ja im Moment da und mein Vater wollte die Gelegenheit nutzen, seinen Onkel zu besuchen. Der einzige Millionär in unserer Familie, wohnt direkt am Bodensee. (Nein wir werden nicht irgendwann mal viel Geld erben, denn der Onkel hat nicht nur viele Moneten, sondern auch eine Horde Kinder).


Wir hatten traumhaftes Wetter und mein Großonkel hat sich riesig über unseren Besuch gefreut. Sein Hobby ist das Erstellen eines Familienstammbaumes. Das ist mal richtig interessant. Es geht bis ins siebzehnte Jahrhundert zurück und zeigt die ganzen Irrungen und Wirrungen unserer Familie an.


Ich habe unseren langen Spaziergang am Bodensee genutzt, um ein paar Naturkosbarkeiten für meine Herbstdeko zu sammeln.


Mistelzweige sind nicht nur lange grün. Sie haben auch eine lange Tradition. Küsst man sich zur Weihnachtszeit darunter, beschert es eine eine lange, glückliche Ehe und gute Fruchtbarkeit.


Am Bodensee blühen sogar noch die Sonnenblumen. Und am Wegesrand hat es jede Menge Zweige und Früchte. Da konnte ich noch schnell eine Pflanzschale aufhübschen.
Noch Lust auf ein paar Bodenseeimpressionen?


Die Temperaturen für Ende Oktober waren wirklich noch gut: 18°C




Die Rückfahrt war mein persönlicher Horrortrip. Denn mein Tank stand, bei der Abfahrt Richtung Heimat, nur kurz vor der Reserve. Aber man kann ja noch auf der Autobahn tanken, dachte ich. Aber irgendwie kam keine Tankstelle. Und plötzlich blinkte die Reservelampe auf. Ein Kollege meinte mal: eine Frau entdeckt einen dreckigen, schwarzen (Männer)Socken sofort im dunklem Schlafzimmer. Aber eine rote Tankanzeige im Auto kann sie locker ignorieren.
Aus Erfahrung wußte ich, dass ich noch 50 km fahren kann. Nach 55 gefahrenen Kilometern wurde ich leicht unruhig, aber in drei Kilometern wurde eine Tankstelle angezeigt. In einer Baustelle. Was soll ich sagen? Ich war auf der falschen Spur. Keiner hat mich rechts einfädeln lassen und weg war die Tankstelle. Jetzt begann ich dezent an zu schwitzen. Tachostand: 60 gefahrene Kilometer nach Reserveanzeige. Und dann Stau auf der nächsten Autobahn. Was tun? Abbiegen und fünf Kilometer zur nächsten bekannten Tankstelle oder zwei Kilometer Autobahnstau zur Autobahntankstelle? Ich entschied mich für die fünf Kilometer. Freie Fahrt und mindestens einen Kilometer, wo ich das Auto rollen lassen konnte. Mit Ach und Krach habe ich die Tankstelle erreicht und bin mit zittrigen Knien ausgestiegen. Das passiert mir nicht nochmal.


Das Wetter hält sich ja im Moment noch wirklich gut. Genießt die letzten Sonnenstrahlen...

Kommentare:

  1. Liebe Stine,
    nach der Geschichte am Schluss habe ich tatsächlich alles vergessen was mir zu den vorher gezeigten Fotos eingefallen ist......Übrigens habe ich gerade total laut über die Geschichte deines Kollegen gelacht. Einfach herrlich!!! Ich glaube dir gern, dass du dezent ins Schwitzen geraten bist...ich wäre wohl geschmolzen ;-)
    Ich danke dir für diese schönen Fotos und das Wetter war ja echt traumhaft schön.
    Liebe Grüße sendet dir Stine

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  2. Servus Stine!
    Die Fotos sind toll und deine Herbstdeko nicht minder.
    Ich hab allein schon beim Lesen zu schwitzen begonnen - boah, du hattest aber wirklich Glück!!!
    Liebe Grüße
    ELFi

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