Sonntag, 22. Dezember 2013

Die Tradition der Weihnachtsbräuche





Jedes Jahr zur Weihnachtszeit holen wir die Christbaumkugeln aus dem Keller, stellen Christbäume und Adventskränze auf. Aber woher stammt diese Jahrhunderte alte Tradition?
Der Christbaum steht für Fruchtbarkeit, Kraft und die Sehnsucht nach Frühling. Der immergrüne, starke Baum, deren Verästelungen viele Kreuze aufweist, wird paradiesisch geschmückt. In Anlehnung an das Paradies hing man Äpfel an die Zweige. Um ihnen mehr Glanz zu verleihen, wurden sie mit Goldpapier umwickelt. So entstanden die Christbaumkugeln. Nach und nach wurde der Baum üppiger geschmückt. Bunte Schleifen aus Seidenpapier brachten ihn auch im Winter zum Blühen und Kerzen sind ein Zeichen für Licht und Hoffnung. Aus Posaunen, die an die Engel der Verkündigung erinnern, wurden Trompeten. Und Lametta erinnert an das Engelshaar, welches sich bei der Bescherung in den Tannenzweigen verfangen hat.

 

Der Brauch das Haus zu schmücken wurde schon 1494 in dem Buch "Das Narrenschiff" von Sebastian Brants erwähnt. Darin ist die Rede von Weihnachtsmaien (grüne Tannenzweige). Einundvierzig Jahre später wurde in Straßburg das erste Mal urkundlich bezeugt, dass Buchsbäumchen, Stechpalmen oder Eiben aufgestellt wurden. Vom ersten kerzengeschmückten Tannenbaum wurde 1611 berichtet. Die Herzogin Dorothea Sybille von Schlesien stellte diesen in ihr Schloss. 1770 soll der erste Christbaum in Berlin gestanden haben, und 1891 erleuchtete erstmalig ein Lichterbaum vor dem Weißen Haus in Washington. Der Brauch wurde von deutschen Einwanderern mitgebracht. 

Den Adventskranz gibt es dagegen erst seit 100 Jahren. Der runde Kranz ist eine Huldigung an den kommenden Erlöser, der aus der Ewigkeit des Himmels herabsteigt. Vier Wochen vor Weihnachten beginnt man eine Kerze am Sonntag anzubrennen und soll vor allem Kindern die Nähe des Weihnachfestes zeigen.
Ein schöner Brauch ist auch das Plätzchen backen. Das Gebäck wird auf das Brot, das "vom Himmel kommt" zurückgeführt. Der Lebkuchen, ein Flachkuchen, ist eine Nachahmung der Hostie und wurde wegen Missbrauchs verboten. Die Menschen erfreuen sich jetzt durch Symbolformen, wobei dabei heidnische und christliche Motive vermischt werden. Plätzchen in Tierformen ist ein Hinweis auf Opfergaben oder Sinnbilder für Christus.






Noch eine schöne Tradition ist leider etwas in Vergessenheit geraten: Am 4. Dezember stellt man Zweige von Frühlingsblütlern in die Vase. Wenn die Blüten sich bis Heiligabend öffnen, wird es ein fruchtbares Jahr.





Ich wünsche allen meinen Lesern ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und möchte mich für Eure Anregungen, Tipps und auch Kritik bedanken. Für das nächste Jahr verspreche ich Euch wieder viele interessante Projekte....


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